Deutschlandfunk Kultur

Feature

Blutiger HerbstBlutiger Herbst - Eine bayerische Geistergeschichte Von Johannes Nichelmann Regie: der Autor Mit: Verena Fiebiger und Johannes Nichelmann Produktion: BR/Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: ca. 54"30 (Ursendung) Ein mysteriöser Fall hält 1975 die Polizei von Thurmannsbang in Atem. Eine junge Frau ist gestorben und Autofahrer berichten von einer unheimlichen Anhalterin, die sich in Luft auflöst. Beruht auf einer wahren Geschichte. Im Frühjahr 1975 taucht im Bayerischen Wald eine unheimliche Anhalterin auf. In schwarze Kleider gehüllt, warnt sie Autofahrer und Autofahrerinnen vor einem blutigen Herbst, bevor sie sich in Nichts auflöst. War es der Geist einer vor Kurzem gestorbenen jungen Kellnerin? Oder doch ein großer Scherz, eine Verschwörung aus Langeweile? Ein Fall, der damals für großes Aufsehen sorgte und der bis heute ungeklärt ist. Die Geschichte können Sie auch als vierteilige Podcast-Serie auf deutschlandfunkkultur.de und in der Dlf Audiothek hören. Johannes Nichelmann, geboren 1989, Reporter und Feature-Autor, seit 2014 auch Redakteur und Moderator bei Deutschlandfunk Kultur. Radiostücke: "Nordkoreaner in Südkorea" (RBB/Deutschlandradio Kultur 2015), "No Land Called Home - Rückkehr in die Provinz" (Deutschlandradio Kultur/WDR 2016), "Mit zweierlei Maß - Von Doppelmoral, Scheinheiligkeit und Heuchelei" (Deutschlandfunk 2016), "Der einsame Tod des Herrn D." (Deutschlandfunk 2017, ausgezeichnet mit dem Deutschen Sozialpreis), "Lagerfeld" (NDR/BR/RBB 2018, mit Florian Siebeck). Blutiger Herbst - Eine bayerische Geistergeschichte
Samstag 18:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Helena» von Elena Zieser, nach Träumen von Hella Vahl Geschichte über eine Freundschaft zweier junger Frauen. Früher haben sie alles miteinander geteilt, das Leben und ihre intimsten Gedanken. Dann kam der Bruch. Nach Jahren findet die eine auf einem Diktiergerät Traumprotokolle der anderen - und macht ein unterhaltsam-melancholisches Hörspiel daraus.
Samstag 20:00 Uhr

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WDR3

WDR 3 Konzert

Becca StevensMit Thomas Mau Wenn die US-amerikanische Jazz- und Folksängerin Becca Stevens im Oktober nach Köln kommt, wird die Bühne der Kölner Philharmonie gut gefüllt sein. Gleich zwei WDR Ensembles begleiten sie. Mit ihrer kleinen, roten Ukulele sitzt Becca Stevens in ihren Musikvideos auch schon mal neben einem rauschenden Wasserfall, mitten im Bambuswald oder am Rande einer Klippe - mutig und wandlungsfähig ist die amerikanische Sängerin also auf jeden Fall. Gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester und der WDR Big Band balanciert sie gekonnt zwischen Indie-Rock, R&B, Jazz und Folk. Ein Abend voller Poesie und musikalischer Wagnisse, für die mit dem amerikanischen Arrangeur Vince Mendoza ein idealer künstlerischer Leiter gefunden wurde. Becca Stevens, Gesang; WDR Big Band; WDR Funkhausorchester, Arrangements und Leitung: Vince Mendoza Aufnahme aus der Kölner Philharmonie
Samstag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

jan wagnerGold. Revue Von Jan Wagner Regie: Leonhard Koppelmann Komposition: Sven-Ingo Koch Mit Mechthild Grossmann, Heikko Deutschmann, Henning Nöhren, Marek Harloff, Rainer Philippi, Jan Maak, Andre Kaczmarczyk, Rosa Enskat, Sonja Beißwenger, Yohanna Schwertfeger, Maja Schäfermeyer und Julian Panknin Percussion: Dirk Rothbrust E-Gitarre:Kalle Kalima Redaktion: Sabine Küchler Produktion: Dlf/SWR 2017 Unterstützt durch die Filmstiftung NRW Länge: 84"19 Es ist Gold, das seit Anbeginn der Dinge ruhte, aber nicht schlief, das nur darauf wartete, gefunden zu werden am Ufer eines Flusses irgendwo in den menschenleeren Weiten, das gelauert hat auf den Einen, der es blitzen sieht, dem es zublinzelt aus dem Wasser und der sich herunterbeugt, um es aufzuheben, Besitzer eines Geheimnisses, das keines bleiben kann. Und so rast das Gerücht von Dorf zu Stadt, über die Länder und Meere, bis die Fabriken und die Büros verstummt sind, die Schiffe leer in der Bucht schaukeln, nur noch die Hacken und Schaufeln Hunderttausender von Glücksuchern zu hören sind - "jeder für sich selbst allein, und der Teufel für uns alle". ,Gold" ist ein lyrisches Stimmenspiel von Jan Wagner, in dem sie alle zu Sprache und zu Gesang finden, die Herumtreiber und die Händler, die Schürfer und Gräber, die Bardamen, Bestatter, Liebenden und Missionare, die Säufer und Prasser und Spieler, all jene, die mit nichts als ein bisschen Hoffnung in der Tasche ihr altes Dasein für immer hinter sich ließen, manchmal gewannen, fast immer verloren. Eine Revue zum Rausch, in der die Lebenden und auch die längst vergessenen Toten, verscharrt in der Erde, ein letztes Mal reden dürfen, so wie auch das Gold, das bleibt, während die, die es suchten, vergingen; eine poetische Szenenfolge, ergänzt und gespiegelt von einer Originalmusik des Komponisten Sven-Ingo Koch. Gold. Revue
Samstag 20:05 Uhr

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HR2

The Artist"s Corner | Biotop und Mutationen - Elektroakustische Musik von Tania Rubio

Biotop und Mutationen - Elektroakustische Musik von Tania Rubio Tania Rubio arbeitet mit biomusikalischen Elementen, mit Klängen aus Flora und Fauna, um eine ökologische Musik zu kreieren und so einen möglichen Beitrag gegen die andauernde Naturzerstörung zu artikulieren.
Samstag 23:00 Uhr

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Ö1

Die Ö1 Jazznacht

sheila jordanHans Strasser im Studio, Sheila Jordan KUG-Jazzensemble 2019 im Grazer MUMUTH. 100 Jahre Anita O"Day. Gestaltung: Ines Reiger Der klassisch ausgebildete oberösterreichische Kontrabassist Hans Strasser feiert am 12. Oktober seinen 60. Geburtstag. Ein guter Grund, einen Blick auf seine abwechslungsreiche Karriere zu werfen. 2005 als "Sideman of the Year" mit dem legendären Hans-Koller-Preis ausgezeichnet, kann der sympathische Edelswinger mit einer langen Liste an internationalen und nationalen Musiker/innen aufwarten, die seinen vollen Bass-Sound zu schätzen wussten bzw. wissen. Darauf befinden sich Jazzgrößen wie Chet Baker, Bobby Shew, Fritz Pauer, Art Farmer und Don Menza, um nur einige wenige zu nennen. Ines Reiger lässt Hans Strasser hochleben und bittet den in Wien lebenden Musiker zum Gespräch. Im Anschluss hören Sie den Mitschnitt des Konzerts der 90-jährigen Sängerinnen-Legende Sheila Jordan, die am 25. März d. J. im Grazer MUMUTH mit dem Jazzensemble der hiesigen Kunstuniversität unter der Leitung von Saxofonistin Cristina Miguel-Martinez auftrat - und u. a. Arrangements aus ihrem Album "Heart Strings" (1993) zum Besten gab. Außerdem: Musik von Sängerin Anita O"Day, die am 18. Oktober ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Samstag 23:03 Uhr

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rbb Kultur

LATE NIGHT JAZZ

Peter Ehwaldmit Ulf Drechsel Zwei musikalische Welten des Saxofonisten und Komponisten Peter Ehwald In der ersten trifft Jazz auf koreanische Musiktradition. Seit 2011 arbeitet Ehwald mit dem Ensemble ""Su"", das sind die zwei in Seoul geborenen und in Berlin lebenden Perkussionistinnen Kim Bo-Sung und Shin Hyo Jin. In seiner zweiten musikalischen Welt führt uns Peter Ehwald in die frühen Morgenstunden. Die Musik für ""Le Septuor de Grand Matin"" schrieb er ausschließlich vor Sonnenaufgang, wofür er sich eine Woche lang jeden Morgen den Wecker stellte, um vor dem Erwachen der Familie bei einer Tasse Kaffee zu komponieren. Konzertaufnahmen vom 25. Juni 2019, ""JAB 105"", Berlin, Jazzclub A-Trane und vom 29. Mai 2019, ""Jazz in E. Nr. 25"", Eberswalde, Paul-Wunderlich-Haus bis 00:00 Uhr
Samstag 23:04 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Classics

Peter ToshDas wandelnde Rasiermesser - Der Reggaesänger Peter Tosh Mit Klaus Frederking Er hatte es schon schwer: Während seiner gesamten Solokarriere stand er im Schatten von Bob Marley. Dabei waren sie bereits in ihrer Jugend enge Freunde. Damals lebten beide in dem Armenviertel Trenchtown in Jamaikas Hauptstadt Kingston, wo sie auch in den Glauben und die Philosophie der Rastafarians eingeführt wurden. Später sollte insbesondere Marley deren Botschaft in der ganzen Welt bekannt machen. Noch als Teenager gründeten sie eine aus sechs Mitgliedern bestehende Gesangsgruppe, die sich "The Wailing Wailers", später nur noch "The Wailers" nannte. 1963 hatten diese auf Jamaika ihren ersten Nummer-Eins-Hit. Zehn Jahre und etliche Hits später veröffentlichten die Wailers, mittlerweile zu einem Trio geschrumpft, ihr erstes Album für den weltweiten Markt. Schnell wurde klar: Bob Marley war der Mann mit den Eigenschaften, die ein Weltstar braucht: Charisma, gute Songs mit eingängigen Melodien, eine starke Bühnenpersönlichkeit, Medienfreundlichkeit, Charme und nicht zuletzt Anpassungsfähigkeit. Er schaltete um auf eine Solokarriere. Peter Tosh hingegen, der Ernsthafte, Kompromisslose, der nicht gern Interviews gab, verkörperte mit seinen Liedern eher den gerechten Zorn der Dritten Welt. Offen politische Texte und solche, die den Gebrauch und die Legalisierung des Marihuana propagierten, standen einem Mainstream-Erfolg im Weg. Vielleicht wäre seine Karriere nach zwei Soloalben langsam verebbt, hätten Mick Jagger und Keith Richards ihn 1978 nicht unter ihre Fittiche genommen und ihm zu einem neuen Plattenvertrag samt einer Hit-Single verholfen. Vielleicht wäre er in ehrwürdiger Standfestigkeit gealtert, wären nicht im September 1987 drei Männer, einer ein alter Bekannter des Sängers, in seinem geräumigen Haus in Kingston aufgetaucht, um Geld zu erbitten und notfalls zu erpressen. Er erwies sich auch hier als unbeugsam, Pistolen wurden gezückt, er tödlich getroffen. Am 19. Oktober würde Peter Tosh 75 Jahre alt.
Samstag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

SerbienMusik aus Belgrad Eine Stadt im Umbruch Von Friederike Haupt Nach Belgrad? Drei Münchner Buchläden hatten keinen Stadtführer. Serbien? Kroatien können wir ihnen anbieten. Nein, ich möchte nach Serbien, das ist nicht in der EU. Früher war das alles mal Jugoslawien: Das Land mit den genialen Musikern, die alles spielen und fast überall mitspielen können, die diese fantastischen Rhythmen haben, ungerade und gerade, und diese mitreißenden und bewegenden Melodien, die oft orientalisch und immer nach Balkan klingen. Balkan, was ist das? Existiert der Balkan als musikalische Einheit noch, mit seinen rumänischen, moldawischen, albanischen, kroatischen, serbischen Melodien und Rhythmen, die transportiert und durcheinandergerüttelt wurden von genialen Roma- und Sinti-Musikern? Oder gibt es in Belgrad jetzt ausschließlich serbische Lieder und Melodien? Alles getrennt - oder wie immer gemischt? Gibt es in Serbien eine Wiedergeburt serbischer Volksmusik - Traditionen, zur Identitätsabsicherung, und in Kroatien kroatische? Belgrad ist ein Kosmos! Serbisch-orthodoxe Kirchen strahlen wie neu in Weiß und Gold. Im Inneren wird die Liturgie auswendig und mit vielen Verzierungen gesungen. Draußen gibt es arm und reich, verrottend, alt und neu und jeder sagt: "Ja, bald soll es besser werden.". Es liegt ein trotziger serbischer Nationalismus in der Luft und irgendwo ein nostalgisches Lied, das an Jugoslawien erinnert ... Aber da, wo gefeiert wird, da birst die Luft von immer schneller rasenden Geigen, vom rhythmischen Zucken des Akkordeons, vom Quintfall am Kontrabass und schluchzenden Klarinetten. Die Komponistin Dijana Boskovic erinnert sich an die Hochzeiten in ihrer Jugend.
Samstag 23:05 Uhr

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