Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Jesus macht nicht mehr mit". Der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell über den Autor des wichtigsten Theaterstückes der deutschen Nachkriegszeit, anlässlich dessen 100. Geburtstages Wolfgang Borchert wurde nur 26 Jahre alt, aber mit "Draußen vor der Tür" hat er das wichtigste Theaterstück der deutschen Nachkriegszeit geschrieben. "Wir werden nie mehr antreten auf einen Pfiff hin und Jawohl sagen auf ein Gebrüll", schrieb er in seinem "Manifest" und blieb damit auch ein Bezugspunkt für Bürgerrechtlerinnen und Dissidenten in der DDR. Große Wirkung hatten auch Borcherts oft auf einen Moment verknappte Erzählungen. "Jesu macht nicht mehr mit" heißt eine davon; sie rückt einen Soldaten ins Bild, der sich aus einem Erdloch buddelt und keine Gräber mehr ausheben will. Wir sind "die Genration ohne Gott, denn wir sind die Generation ohne Bindung, ohne Vergangenheit, ohne Anerkennung" konstatierte Wolfgang Borchert. Zur Religion hatte er ein ironisches Verhältnis: "Natürlich bin ich ein religiöser Dichter. Ich verberge es nicht. Ich glaube an die Sonne, an den Walfisch, an meine Mutter und an das Gras. Genügt das nicht? Das Gras ist nämlich nicht nur das Gras."

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Stephanie Maderthaner. Im Funkhaus-Archiv des ORF schlummern manche Symphonie-Sätze vor sich hin, ohne je eingesetzt zu werden, da sie einen so genannten "Halbschluss" haben. Sie enden also auf einer anderen Stufe als der ersten. Wie eine Art Fragezeichen gibt sich so ein Schlussakkord, als ein Ende, das offen für das zu sein scheint, was da noch musikalisch kommen mag. Ein Schattendasein führte in der Geschichte der Musik auch manche Randfigur. Selbst wenn sie ein Widmungsträger oder (wie in unserem Fall) eine Widmungsträgerin war. Wie z.B. die große Schwester der berühmten Beethoven- Muse Josephine Brunsvik: Therese Brunsvik. Im Gegensatz zu ihrer Schwester hielt sie sich von einem turbulenten Privat- und Familienleben fern, führte ein selbstbestimmtes, souveränes Leben und kämpfte vor allem für die Einführung von Kindergärten. Sie war in ihrem sozialen Denken ihrer Zeit weit voraus. Und sie wurde als eine der wenigen in ihrem familiär recht komplizierten Umfeld weit über 80 Jahre alt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Landschaftsplanerin Bettina Strutzmann spricht über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Gartentherapie. Teil 2: Integration zwischen Koriander und Kürbis Gestaltung: Nora Kirchschlager Die Gartentherapie stammt ursprünglich aus den USA und Großbritannien. In Österreich kommt sie in verschiedenen Einrichtungen seit etwa 20 Jahren zum Einsatz. Die Landschaftsplanerin und Gartentherapeutin Bettina Strutzmann arbeitet unter anderem mit alten Menschen im "Betreuten Wohnen Kabelwerk" in Wien Meidling. In Gärten für geriatrische Personen sollten farbenfrohe und intensiv duftende Pflanzen angebaut werden, da der Seh- und Geruchssinn dieser Menschen oft eingeschränkt ist. Die Gartentherapie verbessert die Fein- und Grobmotorik sowie soziale Fähigkeiten und wirkt sich durch die sinnstiftende Tätigkeit positiv auf die Psyche aus. In den vergangenen Jahren wurde die Gartentherapie auch zur Integration von Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Iran, aus Afghanistan usw. angewendet. Bettina Strutzmann hat mit einigen geflüchteten jungen Männern an der Wiener Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik zusammengearbeitet. Sie fand besonders den kulinarischen Austausch sehr spannend. Die Flüchtlinge kannten zum Beispiel keine Kirschmarmelade, dafür aber überraschten sie die Gartentherapeutin mit einer ungewöhnlich üppigen Verwendung von Petersilie, Dill und Koriander. Gartentherapie eignet sich auch für Kinder und Jugendliche. Bei ihnen steht das sinnliche Wahrnehmen der Natur im Vordergrund. Das Zwitschern der Vögel, der Duft von Kräutern und der Geschmack frischer Beeren. Die Kinder sollen sich auch austoben können, mit Wasser pritscheln und in der Erde wühlen. Und vielleicht gelingt es der Gartentherapeutin sogar, dass das Smartphone für kurze Zeit vergessen wird und stattdessen der Wollziest alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eine Pflanze, weich wie ein Kaninchen, fast zum Streicheln. Auch Menschen mit Suchterkrankungen profitieren von Gartentherapie. Alle Sinne werden aktiviert, man startet in einen Tag, der durch sinnstiftende Arbeit strukturiert ist und der Körper wird durch die zum Teil anstrengenden Tätigkeiten gekräftigt. Schließlich eignet sich Gartentherapie für alle Menschen, die unter Stress leiden und zur Ruhe kommen bzw. Kraft tanken wollen. Am Besten ist es in diesem Fall, wenn man alleine mit der Therapeutin gartelt, und nicht in der Gruppe. Die erschöpften Personen lernen, was die Pflanzen benötigen, um gut zu gedeihen und gleichzeitig auch, was sie selbst brauchen, damit es ihnen wieder besser geht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Gärtnern für die Vielfalt

Ein Platz für Tiere (2). Gestaltung: Ilse Huber und Sabine Nikolay Was tun, wenn die Naturlandschaft immer weniger Abwechslung bietet? Wenn kleine Wäldchen und Wiesenraine entfernt, Uferböschungen planiert und Brachflächen in Bauland, und Monokulturen umgewandelt, oder gar als Straßen asphaltiert werden? Dann nimmt so mancher Gärtner und so manche Gärtnerin den Spaten in die Hand und pflanzt Hecken, sammelt Totholz, schlichtet Steine auf oder legt einen Teich an. Damit Meise, Haselmaus und Eidechse, und vielleicht sogar Hamster und Hase wieder Platz zum Leben finden. Lebensraum schaffen im Garten - dieses Konzept verfolgen immer mehr Naturliebhaber*innen. Sie kümmern sich um Rückzugsräume, Aufenthaltsplätze und Nistmöglichkeiten für zwei-, vier-, sechs- und achtbeinige Tiere mit Pelz, Federn oder Schuppen. Doch manchmal folgen auch ungebetene Gäste der Einladung: Manche Gartenliebende stören Insektennester oder Maulwürfe. Warum? Weil sie ein "englisches" Rasenideal vereiteln oder scheinbar die Vielfalt fehlt? Wie können Gärtnerinnen und Gärtner mit ihrem Einsatz nachhelfen und "Störenfriede" in Schach halten - oder noch besser: mit ihnen in friedlicher Koexistenz den Garten nutzen? Mit welchen Ideen und Vorstellungen erweitern sie den Gartenhorizont und machen die Welt ein Stück bunter? Sie graben, pflanzen, rupfen, zupfen und gestalten damit den Mikro-Kosmos, dem sich das Radiokolleg "Gärtnern für die Vielfalt" widmet.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Radiokolleg Bücherbox zum Thema Liebe (2). Gestaltung: Julia Reuter, Till Koeppel, Hanna Ronzheimer *Alain de Botton: "Versuch über die Liebe"* Passend zum Wonnemonat Mai ist die diesmal ganz dem Thema "Liebe" gewidmet - und somit auch den Fragen, was wir bereit sind, dafür zu riskieren, ob wir uns der Versuchung bedingungslos hingeben, oder ob wir uns von Vernunft leiten lassen. "Ich erkannte in ihr die Frau, nach der ich mein Leben lang hilflos gesucht hatte, ein Wesen dessen Eigenschaften ich schattenhaft in meinen Träumen gesehen hatte ... " so beschreibt der namenlose Ich-Erzähler in Alain de Bottons "Versuch über die Liebe" seine Begegnung mit Chloe. Verzaubert und elektrisiert vom ersten Kennenlernen im Flug zwischen Paris und London, verfällt er der jungen Frau. In vierundzwanzig Kapiteln werden die Höhenflüge und Talfahrten dieses romantischen Abenteuers beleuchtet. Ein essayistisches Spiel zwischen analytischem Denken und verträumtem Liebestaumel, welches die Ausweglosigkeit des Verliebtseins offenbart. Gestaltung: Till Koeppel

09.45 Uhr
Radiokolleg - La canzone siciliana

Vom Volkslied zum Popsong (2). Gestaltung: Verena Gruber Die canzone siciliana, das sizilianische Lied, steht seit jeher in enger Verbindung mit der Geschichte der Insel. Sizilien, Italiens Schlussstein, war über Jahrhunderte ein multiethnisches Land, einer der frühesten Schmelztiegel der Welt: Byzantiner, Griechen, Römer, Mauren, Araber, Perser, Spanier, Franzosen und Österreicher beherrschten die größte Insel im Mittelmeer. Sizilien war ein Umschlageplatz für Handel, Ideen und Kultur. Das verlieh auch der Musik einen ureigenen Stempel. In den sizilianischen Liedern vermischten sind griechische Metrik, arabische Dichtkunst, persische Melodien und spanische Klänge. Die erste Blütezeit des sizilianischen Liedes fällt ins 13. Jahrhundert, in die Herrschaft der Staufer. Kaisers Ferdinand II., einer der schillerndsten und mächtigsten Persönlichkeiten des Mittelalters, förderte als König von Sizilien den Kulturaustausch zwischen arabischer und christlicher Welt. Unter seiner Herrschaft wurde Palermo zu einer der prächtigsten und kultiviertesten Städte in ganz Europa, ein Zentrum der Kultur und Wissenschaft. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten dokumentierten profanen und sakralen Lieder Siziliens. In ihnen vermischen sich Volkslied und Kunstlied: Gesänge der Bauern und Fischer, religiöse Lieder zu Prozessionen und Begräbnissen, die Hofmusik der "trovatori", der sizilianischen Minnesänger. Nach dem Tod Ferdinands 1250 wurde Sizilien für mehrere Jahrhunderte Spielball von Mittelmeermächten, die das Land besetzten und herunterwirtschafteten: Es folgten Epochen der Kriege, Plünderungen, Erdbeben und Hungersnöte. Das hatte Auswirkungen auf die Musik. 400 Jahre blieb Sizilien in spanischer Hand, eine Provinz, vernachlässigt, geplündert und abgeschnitten von den Fortschritten der Renaissance und des Barock. Die berühmten in Sizilien geborenen Komponisten - Sigismondo d'India, Alessandro Scarlatti oder Vincenzo Bellini - verließen in jungen Jahren die Insel und wurden im Norden erfolgreich. Erst im 19. Jahrhundert besann man sich wieder der eigenen Tradition. Als der Opernkomponist Giacomo Meyerbeer 1816 die Insel bereiste, schrieb er eine Vielzahl an traditionellen Liedern und Melodien nieder. Einige Jahrzehnte später begann der sizilianischer Volkskundler Alberto Favara Tausende von Liedern zu sammeln, die Gesänge der Bauern, Schäfer, Bergarbeiter und Fischer. Beide Sammlungen bilden heute zusammen mit Feldforschungsaufnahmen der neueren Zeit die Grundlage für die Erforschung des sizilianischen Liedes. Heute sind es die politische Künstler Siziliens wie Etta Scollo oder Pippo Pollina, die den traditionellen Volksgesang mit dem modernen Lied verbinden. Das sizilianische Lied ist zum Exportschlager der Insel geworden, nachdem es jahrzehntelang zwischen Kitsch und Melodramatik dahindümpelte. Es ist Sinnbild für ein modernes Europa, für Vielfalt und multiethnische Einflüsse, für Entdeckung und Abenteuer, für Reise und Flucht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Christoph Wagner-Trenkwitz Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Tenor - Richard Tauber zum 130. Geburtstag "Kauf mir eine Tauberplatte, das ist eine Zauberplatte", so tönte es 1929 im Schlager. Der aus Linz stammende Tenor Richard Tauber (1891-1948) hatte nach Erfolgen auf der Opernbühne unter anderem an den Staatsopern von Dresden, Berlin und Wien (in einem weiten Repertoire von Mozart bis Puccini, Korngold und Richard Strauss) auch die Welt der Populärmusik erobert. Als "Muse" des Spätwerkes von Franz Lehár, als Film- und Schallplattenstar, manchmal als Dirigent und sogar als Operettenkomponist erlangte Richard Tauber Berühmtheit - bis zu seinem tragischen Ende. Um 100 Partien soll er in Oper und Operette auf der Bühne gesungen haben, über 700 Einzelaufnahmen umfasst sein diskografisches Erbe.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Senator Lady Liberty" von Zora del Buono. Es liest Mercedes Echerer. Seit etwa 3.570 Jahren steht die Aufrechte Sumpfzypresse "Senator", benannt nach einem Politiker, der ihre Umgebung zum Schutzgebiet erklärte, in Florida. Daneben "Lady Liberty", 2.000 Jahre jung. Man trotzt Seite an Seite Hurrikans, wird vom Volk der Seminolen verehrt, wächst und produziert Samen. Bis der Crystal-Meth-Junkie Sara Barnes auftaucht ... Eines von 14 Porträts außergewöhnlicher Bäume - alt, uralt und umgeben von Geschichten - welche die italienisch-schweizerische Autorin und Architektin Zora del Buono in ihren Reisen um die Welt schriftstellerisch und fotografisch angefertigt hat. Gestaltung: Gudrun Hamböck

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Das Duo Angelo Gillo/Antonio Rugolo mit Musik von Antoine de Lhoyer Antoine de Lhoyer (1768-1852) war einer der bedeutendsten Gitarren-Komponisten des neunzehnten Jahrhunderts, einigen galt er gar als "bester Gitarrist Europas". Das politische Klima nach der französischen Revolution zwang ihn jedoch das Land zu verlassen. Wie viele andere adelige Emigranten fand er Arbeit in verschiedenen Militäreinheiten. Er kam nach Koblenz und Wien, erste Werke wurden in Hamburg veröffentlicht, zehn Jahre wirkte er im Umfeld des Zarenhofes in St. Petersburg. Vor dem Russlandfeldzug Napoleons kehrt er nach Frankreich zurück, später verdient er sich in den militärischen Provinzen Frankreichs, lebt und arbeitet in Korsika ebenso wie in Algier. Lhoyer hinterließ eine beachtliche Anzahl an Kammermusik, wobei vor allem seine konzertanten Werke für zwei Gitarren eine singuläre Position einnehmen. Das Duo Angelo Gillo/Antonio Rugolo legt nun die erste Gesamteinspielung vor. Auf fünf CDs zeugen 90 Tracks vom Können Lhoyers. Melodische und rhythmische Prägnanz treffen dabei auf originelle Satztechnik. Virtuos und farbig nähern sich die beiden Gitarristen den erfinderischen Werken. Exaktes Zusammenspiel und grenzenlose Spielfreude machen dieses Opus Magnus zu einem empfehlenswerten Genuss.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Webern Symphonie Orchester, Dirigent: Andrés Orozco-Estrada. Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 * Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74, "Pathétique" (aufgenommen am 13. April im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Stephanie Maderthaner Das Orchester der MDW- Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien - ist übrigens fast so alt wie die Institution selbst. Seit der Gründung im Jahre 1812 (noch als "Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde") wird hier der typische Wiener Musizier- und Klangstil gepflegt. Am 13. April 2021 wurde im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ein "Wohnzimmerkonzert" des Webern Symphonie Orchesters veranstaltet- das heißt, es gab statt Publikum vor Ort einen Live-Stream. Gleichzeitig nahmen Studenten und Studentinnen der Abteilung Tontechnik dieses Konzert mit "ihrem" Orchester auch auf. Dirigent in diesem Jahr war der 1977 in Kolumbien geborene Andrés Orozco- Estrada. Beethoven und Tschaikowsky standen mit je einer großen Symphonie auf dem Programm. Während die vierte Symphonie in B-Dur von Ludwig van Beethoven zu seinen hellsten und lebensbejahendsten Werken gehört, scheint die Symphonie Nr. 6 in h-Moll von Piotr Iljitsch Tschaikowsky (seine "Pathétique") eine Art symphonisches Requiem zu sein. Tschaikowsky starb nur 9 Tage nach der etwas "durchwachsenen" Uraufführung. Er erklärte allerdings zu seiner letzten Symphonie, der "Pathétique", dass er auf sie "stolzer sei als auf alle anderen seiner Kompositionen".

15.30 Uhr
Moment

Die verflixten Tage vor den Tagen. Leben mit "PMS". Stimmungsschwankungen und Gereiztheit, Kopfschmerzen, Heißhunger, empfindliche Brüste, sozialer Rückzug oder manchmal auch Angstzustände. Diese und weitere Symptome erleben viele Frauen in der zweiten Zyklushälfte, bevor ihre monatliche Blutung einsetzt. Je nach Studie leiden zwischen 20 und 50 Prozent aller menstruierenden Menschen an PMS, am prämenstruellen Syndrom. Bei manchen Frauen sind die Beschwerden so stark, dass ihr Privat- und Berufsleben darunter leidet. Trotz der vielen Betroffenen ist das Thema nach wie vor ein gesellschaftliches Tabu. In MOMENT erzählen Frauen, wie sie die schwankenden Gefühlslagen ihres Zyklus erleben, welche Strategien sie für sich, ihre Familie und ihren Arbeitsalltag gefunden haben und was sie sich von ihrer Umgebung in dieser Phase wünschen. Nach der Sendung bitten wir Sie, Ihre Erfahrungen zu teilen. Leiden Sie selbst an PMS? Wie wirken sich die Symptome bei Ihnen aus und wie gehen Sie damit um? Sprechen Sie darüber und würden Sie sich mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Phänomen wünschen? Oder leidet eine Frau in Ihrem Umfeld an PMS? Und wie gehen Sie darauf ein? Rufen Sie uns an, unter 0800 22 69 79, oder schreiben Sie ein E-Mail an moment@orf.at Gestaltung: Johanna Steiner

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Würfeln, ziehen und Quarantäne! Rudi und die Spieleerfinderin Der Radiohund ist entzückt. Vergangene Woche hat er zufällig in der Zeitung von der Steirerin des Tages gelesen: sie neun Jahre alt und heißt Nora. Die junge Zweibeinerin hat im Lockdown das Spiel "Stop Covid 19" erfunden. "Sensationell!" denkt sich Rudi und greift zum Hörer. Als Spieleerfinder würden er und Kater sicher bald berühmt werden... Nora: "Ich habe das Spiel erfunden und es heißt Stop Covid 19". Weil wenn man dieses Spiel spielt, merkt man, dass man Corona auch wie in Wirklichkeit erleben kann. Nur dass man es spielt und es nicht so erlebt, wie es in Wirklichkeit ist. Also wenn man Pandemie spielt, ist es schon ein komisches Gefühl, aber es macht Spaß." Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Ich habe eine ganze Gesellschaft im Kopf" Der Schriftsteller Honoré de Balzac Feature von Alfred Koch Jeder kennt Balzac. Oder zumindest eine der vielen Legenden, die sich bis heute um diesen Autor ranken. Balzac, der Mann, der sich jede Nacht hinter seinem Schreibtisch verschanzte, exzessiv Kaffee trank und beim Schreiben seine berühmte weißen Mönchskutte anlegte und bis zur Morgendämmerung unzählige Bögen mit der Krähenfeder vollkritzelte. Oder Balzac, der ewige Schuldner, der den Prunk liebte und mit seinen Büchern stets weniger verdiente, als er ausgab. Oder auch Balzac, der Jahrzehnte lang schmachtende Briefe an eine polnische Gräfin in der fernen Ukraine schrieb und erst kurz vor seinem Tod von jener erhört wurde. Viel weniger bekannt als diese Anekdoten sind dagegen seine Romane, die nur noch selten gelesen werden. Zumindest im deutschsprachigen Bereich. Was vielleicht auch mit den Übersetzungen zu tun hat, die zum Teil noch aus den 1920er Jahren stammen. Oder mit der Tatsache, dass es bis heute keine deutschsprachige Gesamtausgabe der "Menschlichen Komödie" gibt. Dabei ist vieles, was Balzac beschrieb, so aktuell wie vor 150 Jahren. Feature von Alfred Koch

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum 150. Jahrestags des Endes der Pariser Kommune am 28. Mai 1871 Die Kraft der Niederlage. Mit Wolfgang Häusler, Historiker und emeritierter Professor für österreichische Geschichte an der Universität Wien Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Pariser Kommune von 1871 war in den Augen von Karl Marx "ruhmvoller Vorbote einer neuen Gesellschaft" als "Regierung der Arbeiterklasse". Die Communarden nannte er "Himmelsstürmer von Paris". Der nationale deutsch-französische Krieg kippte in den Bürgerkrieg als Klassenkampf. Bismarcks militärisch-politische Gründung des preußisch-deutschen Reichs wurde im Schloss Versailles mit der Proklamation Wilhelms I. zum deutschen Kaiser am 18. Jänner 1871 vollzogen. Aus dem Kampf zwischen der Regierung der dritten Französischen Republik und der bewaffneten sozialrevolutionären Pariser Kommune vom 18. März 1871 hielten sich die deutschen Sieger heraus. Die Schlacht endete im Massaker der "blutigen Woche" Ende Mai. An die Tradition der Kommune knüpften Marxisten - Sozialdemokraten wie Kommunisten - und in unterschiedlicher Deutung auch Anarchisten an. Eugène Pottiers Lied "Die Internationale", geboren aus der Niederlage, wurde das bedeutendste Symbol der Arbeiterbewegung, in ihrer historischen Stärke, ihren Hoffnungen, in ihren tragischen Konflikten.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Corona hin oder her: Straßen-Demos boomen. Gestaltung: Paul Lohberger Demonstrationen behindern den Verkehr, sorgen für Unruhe, in extremen Fällen sogar für Ausschreitungen. Aber Protest gehört nun einmal zur Demokratie: Nahezu jede Woche begleitet die Polizei zahlreiche Kundgebungen. Einfacher als im öffentlichen Raum ginge es inzwischen im Internet: Man kann sich in digitalen Foren mit Gleichgesinnten zusammentun, Anliegen artikulieren und über Likes, Unterschriftenaktionen oder Petitionen zeigen, wie viele Menschen sich für etwas einsetzen. Dennoch scheinen Straßenproteste zuletzt wieder verstärkt das Mittel der Wahl zu sein für diejenigen, die ihre durchaus unterschiedlichen Anliegen publik machen wollen - man denke etwa an den Klimaaktivismus oder die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Plötzlich gehen Leute auf die Straße, die vorher nie demonstriert haben. Was treibt die Menschen an, was treibt sie auf die Straßen?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Lebt da was? Die Raumfahrt der Mikroben Von Karl Urban Im Februar 2021 war es wieder einmal so weit: Ein NASA-Rover landete auf dem Mars. Er soll Spuren von Leben auf den roten Planeten nachweisen und diese zur Erde zurückbringen. Gesetzt den Fall, das funktioniert, wie können wir sicher sein, dass es sich nicht um Mikroben von der Erde handelt, die wir auf dem Mars eingeschleppt haben? Und es bleibt vielleicht noch ein Zeitfenster von zehn Jahren, um mit Raumsonden den Mars intensiv unter die Lupe zu nehmen, bevor der Mensch dort eintrifft. Wo sich unsere mikrobischen Untermieter dann niederlassen, wenn wir den Mars besuchen, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Das Risiko ist hoch, dass die Kontamination einer menschlichen Basis global verteilt wird. Wenn wir den Mars besiedelt, werden wir den Planeten verändern.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Modigliani Quartett; Armida Quartett. Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett D-Dur KV 593 * Johannes Brahms: Streichsextett B-Dur op. 18 * Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichoktett Es-Dur op. 20 (aufgenommen am 8. Oktober 2017 im Markus-Sittikus-Saal, Hohenems im Rahmen der "Schubertiade Hohenems 2017"). Präsentation: Stefan Höfel

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Gärtnern für die Vielfalt. Ein Platz für Tiere (2). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Lust auf Literatur. Die Radiokolleg Bücherbox zum Thema Liebe (2). Gestaltung: Julia Reuter, Hanna Ronzheimer, Till Koeppel La canzone siciliana. Vom Volkslied zum Popsong (2). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Wittener Tage für neue Kammermusik (2) 30 Uraufführungen von Komponisten/innen aus 15 Nationen wurden vom 23. bis zum 25 April 2021 bei den Wittener Tage für neue Kammermusik von Solisten, Ensembles und dem WDR Sinfonieorchester aus der Taufe gehoben. Das Klangforum Wien spielte für dieses bedeutende deutsche Uraufführungsfestival neue Werke von Mirela Ivicevic und Christian Winther Christensen im Wiener RadioKulturhaus ein, aufgenommen von Ö1. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten